
Bereits 2014 haben wir den Geflügelmarkt in Mol besucht. Nach über zehn Jahren waren wir nun erneut vor Ort, um zu sehen, was sich verändert hat.
DIE ROUTE NACH MOL: entspannt ans Ziel, wenn man den rechten Fuß im Griff hat
Die Anreise zum Geflügelmarkt in Mol ist auch im Jahr 2026 problemlos möglich. Wer aus dem Nordwesten Deutschlands anreist, kann sich auf gut ausgebaute Straßen und eine insgesamt angenehme Fahrt freuen. Im Vergleich zu unserem ersten Besuch vor über zehn Jahren hat sich die Qualität vieler Streckenabschnitte sogar spürbar verbessert.
Sobald man die Niederlande erreicht, heißt es allerdings: Geduld statt Vollgas. Auf den meisten Autobahnabschnitten gilt inzwischen ein Tempolimit von 100 km/h. Das sorgt zwar für eine entspannte Fahrt, lässt die letzten Kilometer bis zum Geflügelmarkt aber etwas länger erscheinen als früher.
In Belgien darf man auf vielen Autobahnen weiterhin 120 km/h fahren. Dadurch kommt man wieder etwas flotter voran. Positiv aufgefallen sind uns außerdem die gut gepflegten Fahrbahnen. Schlaglöcher oder größere Baustellen waren auf unserer Route kaum ein Thema.
Die letzten rund 20 Minuten führen über Landstraßen direkt in Richtung Mol. Hier hat sich im Vergleich zu 2014 wenig verändert. Die Strecke ist angenehm zu fahren, allerdings sollte man die Geschwindigkeitsbegrenzungen sehr ernst nehmen. Gefühlt steht an jeder zweiten Ecke ein Blitzer und wer glaubt, die verlorene Zeit aus den Niederlanden hier wieder aufholen zu können, finanziert am Ende vermutlich unfreiwillig den nächsten belgischen Straßenbau.
Unser Tipp: Lieber entspannt anreisen, die schöne Landschaft genießen und sich an die vorgeschriebenen Geschwindigkeiten halten. So beginnt der Besuch auf dem Geflügelmarkt Mol deutlich stressfreier und vor allem günstiger.

DIE PARKPLÄTZE: früher einfacher, heute mit etwas Planung
Wer den Geflügelmarkt in Mol regelmäßig besucht, wird es vermutlich schon bemerkt haben - die Parkplatzsituation hat sich in den letzten Jahren deutlich verändert. Durch verschiedene Umbaumaßnahmen in der Innenstadt und die stetig steigende Zahl an Besuchern und Fahrzeugen sind vor allem die kostenlosen Parkmöglichkeiten spürbar seltener geworden.
Mit etwas Vorbereitung ist die Parkplatzsuche aber weiterhin kein großes Problem. Besonders empfehlen können wir folgende Parkmöglichkeiten:
- Am H. Hartziekenhuis (Gasthuisstraat)
- Entlang der N103 / N18
- Parking "’t Getouw"
Bei unserem Besuch haben wir uns für den Parkplatz am H. Hartziekenhuis entschieden und hatten direkt Glück. Mehrere freie Stellplätze standen zur Verfügung und wir konnten das Fahrzeug ohne langes Suchen abstellen. Nach rund vier Stunden auf dem Geflügelmarkt zahlten wir gerade einmal 5 Euro Parkgebühr. Das Tagesticket kostet aktuell 8 Euro, was wir für die zentrale Lage und die Nähe zum Markt absolut fair finden.
Natürlich ist ein kostenloser Parkplatz immer die schönste Variante. Wer jedoch nicht erst eine halbe Stunde durch Mol kreisen möchte, um den letzten freien Stellplatz zu ergattern, fährt mit den genannten Parkmöglichkeiten deutlich entspannter. Schließlich möchte man seine Zeit lieber zwischen Hühnern, Tauben, Kaninchen und Zubehörständen verbringen als auf Parkplatzsuche.
Unser Tipp: Wer früh morgens anreist, hat die besten Chancen auf einen der begehrten kostenlosen Stellplätze. Ab den Hauptbesuchszeiten wird die Auswahl merklich kleiner und ein paar Euro Parkgebühr können schnell die nervenschonendere Lösung sein.

DER MARKT: etwas anders
Der Geflügelmarkt in Mol gehört seit vielen Jahren fest zum Ortsbild und zieht Besucher aus Belgien, den Niederlanden und Deutschland an. Wer den Markt bereits aus früheren Zeiten kennt, wird allerdings feststellen, dass sich in den vergangenen Jahren einiges verändert hat.
Während früher nahezu jeden Sonntag gehandelt wurde, gelten inzwischen deutlich strengere Vorschriften für den Tierhandel. Seit 2025 findet der Tiermarkt nicht mehr wöchentlich statt, sondern nur noch an festgelegten Terminen. Für das Jahr 2026 stehen aktuell noch folgende Markttage fest:
• 14. Juni 2026
• 12. Juli 2026
• 09. August 2026
• 13. September 2026
• 11. Oktober 2026
Jeweils von 8:00 bis 13:00 Uhr.
Die aktuellen Termine sollten grundsätzlich vor der Anreise noch einmal auf der offiziellen Website der Gemeinde Mol überprüft werden, da Änderungen jederzeit möglich sind.
Trotz der reduzierten Anzahl an Markttagen ist die Atmosphäre weiterhin etwas ganz Besonderes. Schon in den frühen Morgenstunden füllen sich die Straßen rund um den Marktgelände mit Züchtern, Händlern und Besuchern. Angeboten werden unter anderem Hühner, Zwerghühner, Wassergeflügel, Tauben, Wachteln, Ziervögel, Kaninchen und andere Kleinnager (z. B. Meerschweinchen) sowie diverses Zubehör für die Tierhaltung.

Allerdings haben wir bei unserem aktuellen Besuch einen anderen Eindruck gewonnen als noch 2014. Damals waren zahlreiche Hobbyzüchter und private Anbieter vertreten, die oft sehr hochwertige Tiere mitbrachten und den Markt besonders interessant machten. Bei unserem Besuch im Jahr 2026 waren solche Anbieter deutlich seltener anzutreffen. Stattdessen dominierten überwiegend gewerbliche Händler das Bild. Auch bei den angebotenen Tieren konnten wir nur vereinzelt wirklich hochwertige Exemplare entdecken. Ob dies mit den neuen Rahmenbedingungen, den reduzierten Markttagen oder anderen Entwicklungen zusammenhängt, lässt sich schwer beurteilen. Im direkten Vergleich zu früher wirkte das Angebot jedoch insgesamt weniger vielfältig und qualitativ etwas schwächer. Für Besucher, die gezielt nach besonderen Rassen oder Zuchttieren suchen, lohnt sich der Markt zwar weiterhin, die Auswahl erschien uns jedoch nicht mehr ganz so außergewöhnlich wie bei unserem ersten Besuch vor über zehn Jahren.
Wie sich die Zukunft des Tiermarktes entwickeln wird, bleibt aktuell abzuwarten. Die Termine für 2026 stehen fest, doch ob und in welcher Form die Traditionsveranstaltung ab 2027 fortgeführt wird, ist derzeit noch nicht endgültig geklärt. Für viele Züchter und Besucher wäre ein dauerhaftes Ende des Marktes nur schwer vorstellbar, schließlich gehört der Tiermarkt seit Generationen zur Geschichte von Mol.
Übrigens ist dies nicht die erste Herausforderung, die der Markt überstehen musste. Bereits in der Vergangenheit sorgten Maßnahmen im Zusammenhang mit der Vogelgrippe zeitweise dafür, dass Geflügel und Vögel nicht oder nur eingeschränkt gehandelt werden durften. Dennoch konnte sich der Markt immer wieder behaupten. Bleibt zu hoffen, dass diese Tradition auch in Zukunft erhalten bleibt.
AKTUELLSTE INFORMATIONEN ÜBER DEN MARKT HIER ABFRAGEN (Seite der Gemeinde Mol)!

CHICKENCAMP-FAZIT
Auch nach über zehn Jahren ist der Geflügelmarkt in Mol für uns noch immer ein lohnendes Ausflugsziel. Allein die besondere Atmosphäre, die vielen verschiedenen Tierarten und die Möglichkeit, mit Züchtern und Haltern ins Gespräch zu kommen, machen den Markt zu etwas Besonderem. Wer Geflügel, Kaninchen oder andere Kleintiere mag, wird hier garantiert einiges entdecken.
Trotzdem hat sich unser Eindruck im Vergleich zu 2014 etwas verändert. Damals wirkte der Markt lebhafter, vielfältiger und vor allem stärker von engagierten Hobbyzüchtern geprägt. Bei unserem aktuellen Besuch standen deutlich mehr gewerbliche Händler im Vordergrund. Wirklich herausragende Zuchttiere waren zwar weiterhin vorhanden, mussten aber deutlich gezielter gesucht werden als früher.
Für Hobbyhalter, die gesunde Tiere für den heimischen Garten oder die eigene kleine Haltung suchen, bietet der Markt nach wie vor ausreichend Auswahl. Wer hingegen gezielt nach hochwertigen Zuchttieren oder seltenen Rassen Ausschau hält, sollte möglichst früh vor Ort sein und etwas Geduld mitbringen. Die interessantesten Tiere wechseln oft schon in den ersten Stunden ihre Besitzer.

Preislich bewegte sich das Angebot bei unserem Besuch in einem vernünftigen Rahmen. Überzogene Preise konnten wir kaum feststellen. Natürlich gibt es Unterschiede zwischen den einzelnen Anbietern, insgesamt hatten wir aber den Eindruck, dass Preis und Leistung meist zusammenpassen.
Besonders positiv bleibt die Kombination aus Tiermarkt und Stadtbesuch. Nach dem Rundgang laden die zahlreichen Cafés, Bäckereien und Restaurants im Zentrum von Mol zum Verweilen ein. So lässt sich der Besuch wunderbar zu einem entspannten Sonntagsausflug abrunden.
Ob der Tiermarkt auch über das Jahr 2026 hinaus in seiner heutigen Form bestehen bleibt, kann aktuell niemand mit Sicherheit sagen. Gerade deshalb waren wir froh, noch einmal dabei gewesen zu sein. Der Geflügelmarkt in Mol ist ein Stück gelebte Tradition, das man als Tierfreund zumindest einmal erlebt haben sollte.
















































