Geflügelmarkt (Kaninchenmarkt / Tiermarkt) in Mol / Belgien

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Heute fahren wir nach Belgien zum Geflügelmarkt in Mol... Früh aufstehen und das noch am Sonntag, fällt mir echt schwer ;) Ein Blick nach draußen - das Wetter stimmt zumindest... Einkalkuliert ist eine Stunde Fahrt. Ich glaube, ich werde es überleben... ;)

 

DIE ROUTE

Der Weg dahin ist super. Man kann verschiedene Routen auswählen:

  • die NORD-Route (Richtung Venlo),
    über die DE A61 / NL A73 / NL A67 / BE A21 / BE N118
  • die MITTEL-Route (durch Roermond durch),
    über die DE A52 / NL N280 / NL A2 / NL A67 / BE A21 / BE N118
  • die SÜD-Route (südlich um Roermond),
    über DE A52 / NL N280 / NL A73 / NL A2 / NL A76 / BE E314 / BE E313 / BE N141 / BE N110

Die beste für mich ist die MITTLERE-Route. Zwar ist die N280 in den Niederlanden keine Autobahn, es geht aber zügig, wenig Verkehr. Später auf die A2 und dann geht es nur noch voran.

Die NÖRDLICHE-Route ist auch gut, für mich aber mit ein wenig Umweg verbunden. Ansonsten kann man nichts gegen sagen.

Die SÜDLICHE-Route führt viel über Belgische Autobahnen und Landstraßen, die bekanntlich keine gute Qualität haben. Geht aber auch irgendwie. Ist nicht so tragisch.

VORSICHT! Sowohl in den Niederlanden, wie auch in Belgien, wird oft geblitzt - deswegen öfters mal auf den Tacho schauen!

 

DIE PARKPLÄTZE

Angekommen in Mol, bieten sich hier ziemlich viele Parkmöglichkeiten an. Immer habe ich einen Parkplatz gefunden und die Entfernungen zum Markt waren minimal. Zu empfehlen ist die gesamte Adolf Reydamslaan (Kastanienallee) und Sint-Pieterstraat (nördlich vom Markt) oder die Edmond van Hoofstraat (südlich vom Markt).

 

DER MARKT

Angefangen zu handeln, haben hier die Kaninchenzüchter, im Jahre 1880. Deswegen heißt der Tiermarkt auch im Volksmund Konijnenmarkt ("Kaninchenmarkt"). Bis heute kann man sehen, wie tief in der Belgischen Kultur die Kaninchenzucht verwurzelt ist. Ein Großteil des Markt-Areals an der Corbiestraat ist eben durch solche Tierliebhaber belegt. Die Vielfalt der gehandelten Rassen spricht hier für sich.

Auf dem Rondplein findet man mehr Geflügel, Nager, Teichfische, Vögel und Zubehör. Sowohl professionelle Händler als auch Hobbyzüchter bieten hier Verschiedenes zum Kauf an. Wie bunt ist die Tierwelt, so bunt geht es hier rund. Alte und neue Hühnerrassen, Gänse, Enten, Fasane, Perlhühner, Tauben, Wachteln - die Liste ist wirklich lang. Sogar Nandus, Schwäne und Pfauen kann man hier kaufen. Mit den Ziervögel möchte ich an dieser Stelle nicht mal anfangen - selbst davon gab es hier mindestens fünfzig verschiedene Gattungen. Kurz: für jeden was dabei.

Nebenbei gibt es immer paar Stände mit Obst und  Gemüse, mit Blumen, Gebäck, Süßigkeiten und Co.

Der Zugang zum Markt ist für die Rollstuhlfahrer überall gegeben! Duchfahrtsabsenkungen in den Bürgersteigen und Präsentation auf einer Ebene gewährleistet auch den Rolli-Fahrern jede Menge Spaß...

 

DIE ÖFFNUNGSZEITEN

Jeden Sonntag von 8:00 bis 12:00 Uhr wird hier gehandelt, was das Zeug hält. Was man natürlich nicht außer Acht lassen sollte, ist das Wetter. Auch bei schlechtem Wetter stehen hier paar Händler. Scheint jedoch die Sonne, kommen auch die kleinen Züchter die wirklich Qualitativ hochwertige Tiere verkaufen. An Ostern und Pfingsten findet der Markt Montags statt. Seit 2016 findet der Markt auch am Oster- und Pfingstsonntag statt!

 

 

© wetterdienst.de

 

DAS CHICKENCAMP-FAZIT

Als ein Sonntagsausflug lohnt sich Mol in Belgien auf jeden Fall. Spielt das Wetter noch mit, wird man doppelt belohnt. Nach einem Rundlauf, bieten sich diverse Café's an, eine Tasse Kaffee mit Kuchen zu vertilgen, ein Baguette zu vernaschen und noch einen letzten Blick durch den Markt werfen, bevor es Richtung Heimat geht.

Die Qualität der Tiere ist unterschiedlich (Hühner). Es gibt nur wenige Händler (zwei, vielleicht drei...), die wirklich gute Zuchttiere mit nur wenigen "Macken" anbieten. Wem die Zucht egal ist und wenn nur gesunde Tiere im Garten laufen sollen, ist die Auswahl da schon etwas breiter. Man sollte halt auf die Standards achten - schönes und gepflegtes Federkleid, keine Kannibalismus-Anzeichen, gutes Sozialverhalten... Einfach mal fünf Minuten länger beobachten, bevor man "zuschlägt".

Die schönsten Tiere, auch beringt, verkaufen die einzelnen Hobbyzüchter. Davon haben sie natürlich maximal 2-3 Stämmchen (wenn überhaupt!) und die sind schon vor 8:00 praktisch "über die Theke"... Hier ist eindeutig zu erkennen, dass die Liebe zu Vogel die erste Geige spielt. Dementsprechend werden auch die Tiere präsentiert, entsprechend mehr kosten sie ja auch.

Preise im allgemeinen sind OK, kann man nichts gegen sagen. Die Auswahl ist groß und bunt. Wer unbedingt vernünftige Tiere haben möchte, der kann hier auch findig werden. Für das Auge ist der Markt in Mol auf jeden Fall wert.

 

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